Anschluss Schema Geräte Kabelanschluss

Kabelfernsehen


Die Kabelnetzbetreiber


In Deutschland gibt es drei große Netzbetreiber:
Ein weiterer großer Netzbetreiber, vor allem bei großen Wohnungsbaugesellschaften ist:
Klicken Sie in die Karte, um Informationen zu dem für Ihr Bundesland zuständigen Kabelanbieter zu erhalten.
Sollte Ihr Wohngebiet von einem der vielen kleinen Netzbetreiber versorgt werden, finden Sie hier eine Liste.
BREMENBERLINBADEN-W?RTTEMBERGBAYERNSAARLANDRHEINLAND-PFALZHESSENNORDRHEIN- WESTFALENTH?RINGENSACHSENSACHSEN-ANHALTHAMBURGSCHLESWIG-HOLSTEINMECKLENBURG-VORPOMMERNBRANDENBURGNIEDERSACHSEN

Andere Netzbetreiber

Private, unabhängige, regional unterschiedlich aktive Kabelnetzbetreiber:


  • AKF-Telekabel TV (bundesweit aktiv)
  • Fa. Antennenbau Muth Halle/Saale
  • EWE TEL Telekommunikatonsanbieter, der auch Kabelfernsehen in Delmenhorst (Expo-Gelände), Gnarrenburg, Strausberg und in Süderneuland vermarktet
  • ewt multimedia (ehemals EWT/TSS und Bosch Breitbandnetze, bundesweit aktiv und beteiligt an verschiedenen regionalen Anbietern)
  • Kabelcom Rheinhessen (regionaler Anbieter im Gebiet Rheinhessen)
  • KfGW
  • Kabel + SAT Bergen GmbH (regionaler Netzbetreiber NE2/3/4 Bergen auf Rügen)
  • Kabel & Medien Service (München)
  • Komro (Rosenheim)
  • Marienfeld MultiMedia GmbH (NRW)
  • Martens (Hamburg)
  • Medicom Dreieich
  • Magdeburg CityCom
  • NetCologne (Köln)
  • NEFtv (Nürnberg)
  • Pepcom (Holding für verschiedene lokale Anbieter)
  • Primacom AG (regional in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Teilen anderer Bundesländer aktiv)
  • RFT Brandenburg/Havel
  • S+K AG (S+K Servicekabel AG, Halle/Saale NE2,3,4)
  • Tele Columbus (bundesweit aktiv)
  • Thiele Kommunikationstechink GmbH (Hamburg willy.tel)
  • üWU Mediendienste
  • wilhelm.tel (Norderstedt, Teile von Hamburg, Itzehoe, Henstedt-Ulzburg)
  • WTC Wohnen und Telekommunikation Kabelnetzbetreiber im Auftrag von Wohnungsgesellschaften.
  • sowie viele weitere, die z.B. in den Verbänden ANGA oder FRK-Kabelverband organisiert sind




  • Der Kabelanschluss


    Die wohl bequemste Methode, sein Fernsehbild ins Haus zu holen. Mit dem analogen Kabelanschluss und Ihrer Hausverkabelung, brauchen Sie nur Ihren Fernseher mit einem Koaxialkabel an die Dose anschließen und fertig.
    Aber der Kabelanschluss kann heutzutage viel mehr. Statt wie bisher nur ca. 50 analogen Programmen, können auf dem digitalen Wege bis zu 500 Programme auch über Kabel empfangen werden und dies in stets gleichbleibend guter Qualität. Hier entfällt natürlich die Wetterabhängigkeit z.B. einer privat betriebenen SAT-Anlage.
    Neben dem Flimmerbild können auch Daten über das Netz der Kabelgesellschaften fließen. Die Betreiber haben in den letzten Jahren einiges in den Ausbau ihrer Netze investiert und bieten in immer mehr Gebieten auch Datendienste an. Heute ist es möglich über das Kabelnetz zu telefonieren und auch interaktive Dienste, wie Video-on-demand sind schon heute ein Thema.
    Am verblüffendsten sind die hohen Datenraten, die bei Nutzung von Internetzugängen über das Kabelnetz möglich sind. Sie übersteigen bei weitem die Möglichkeiten, die das neue VDSL-Netz der Telekom bietet.
    Zur Nutzung der digitalen Programmvielfalt ist ein Digitalfernseher, oder eine zusätzliche Empfangsbox nötig, die aber in der Regel bei Vertragsabschluss vom Netzbetreiber kostenlos gestellt wird.


    Die Fakten


    (Quelle:Wikipedia)

    Kabelfernsehen im Privathaushalt


    Zum Empfang benötigt man ein Antennenkabel, über das man die Antennensteckdose des Fernsehers oder anderer Empfangsgeräte wie Videorekorder oder Digitalreceiver (digital, hier nur nach DVB-C-Norm empfangbar), mit der Kabelanschlussdose an der Zimmerwand verbindet. Diese Antennensteckdose wird gewöhnlich von einem Elektriker oder Informationselektroniker installiert. Im Unterschied zum Antennen- und Satellitenfernsehen muss man für das Kabelfernsehen in der Regel Grund- beziehungsweise Anschlussgebühren und außerdem meistens monatliche Abonnement-Gebühren bezahlen.

    Analoges und digitales Kabelfernsehen

    Man unterscheidet zwischen dem analogen (konventionellen) Kabelfernsehen mit der analogen Fernsehübertragung und dem digitalen Kabelfernsehen via DVB-C.

    In der Regel ist analoges und digitales Kabelfernsehen je nach Vertragsverhältnis und Anbieter verfügbar.

    Der Empfang des digitalen Kabelfernsehens setzt in der Regel einen DVB-C-Receiver für jedes Fernsehgerät voraus, auch als Set-Top-Box (STB), Digitalreceiver oder Kabelbox bekannt. Mit diesen Geräten können häufig auch digitale Radioprogramme, die ebenfalls mit DVB-C übertragen werden können, empfangen werden.

    Das in Deutschland bekannteste Gerät war die d-box für Kabelfernsehen. Da das Gerät nicht mehr weiterentwickelt wurde (Produktion wurde 2001 eingestellt), haben die regionalen Kabelfernsehbetreiber weiter entwickelte Set-Top-Boxen ihren Kunden (je nach Vertragsart auch subventioniert) angeboten. Diese Geräte müssen aber nicht für Premiere geeignet sein. Jeder Verbraucher kann auch eigenständig einen für DVB-C geeigneten Digitalreceiver im Fachhandel erwerben (Kosten bei ca. 70 Euro) und anschließen. Teilweise wird die d-Box von Kabelanbietern nicht mehr akzeptiert.

    Sogenannte digitale Fernsehgeräte können die DVB-Signale heute direkt empfangen und benötigen keine Set-Top-Box mehr.

    Alternativ kann ein PC mit einer Karte zum Fernsehempfang (TV-Karte) für DVB-C auch zum Empfang des digitalen Kabelfernsehens verwendet werden.

    Viele digitale Programme werden verschlüsselt im Kabelfernsehen übertragen und sind nur nach einer zusätzlichen Freischaltung durch sogenannte Smartcards mittels kostenpflichtiger Zusatzverträge empfangbar.

    Für den Kunden verwirrend ist die Vielzahl von Smartcards (SC) der jeweiligen Anbieter passend zur eigenen Set-Top-Box (STB) und den häufig zusätzlichen erforderlichen CI-Interfaces.

    Immer mehr Anbieter unterbinden die Nutzung von Fernsehgeräten mit integrierten DVB-C-Tunern und verlangen von ihren Kunden, dass diese eine externe Set-Top-Box verwenden, wodurch die Bildqualität durch die Übertragung über Scart schlechter wird.

    Außerdem kann eine Set-Top-Box gemeinsam mit einer Smartcard in der Regel nur ein TV-Programm decodieren, so dass beim Einsatz von digitalen Videorekordern häufig eine weitere Smartcard und eventuell CI-Interface für den Decoder erforderlich ist.

    Eine automatische Verbesserung der Bildqualität ist bei der Umstellung von analogen zum digitalen Kabelfernsehen nicht gegeben. Jedoch wird sie in der Regel von den Sender und den Kabelnetzbetreibern angestrebt.

    Die Zukunft des Kabelfernsehen

    Mit nur dem analogen und digitalen Kabelfernsehangebot sehen die Betreiber auf Dauer keine weiteren Marktentwicklungsmöglichkeiten mehr. Deshalb haben manche Kabelnetzbetreiber ihre Netze ganz oder teilweise in der Region auf breitbandige Dienste umgerüstet. Dadurch kann der Kunde unter Benutzung eines Kabelmodems Telefonie- und Breitbanddienste nutzen.

    Kabelfernsehen und HDTV

    Hochauflösendes Fernsehen oder auch HDTV genannt, gibt es für analoge und digitale Übertragungwege.

    Da die zur Fernsehübertragung erforderliche Bandbreite beim HDTV wesentlich größer ist als beim konventionellen Fernsehen, erfolgt die Übertragung beim Kabelfernsehen vorzugsweise mittels digitaler Übertragungsverfahren, da hier der Bandbreitenbedarf geringer ist als bei einer vergleichbaren analogen Übertragung.

    Die Übertragung des HDTV-Signals kann wahlweise auch wie beim konventionellen Fernsehen auch verschlüsselt erfolgen.

    Zum Empfang des HDTV sind in der Regel spezielle Settop-Boxen für HDTV erforderlich.



    Analoges UKW-Radioangebot im VHF-Band II im Frequenzbereich 87,5 – 108 MHz

    Neben dem analogen Fernsehsignal wird auch ein analoges UKW-Radioangebot im VHF-Band II in dem Frequenzbereich von 87,5 bis 108 MHz über das Kabel übertragen. Zum Empfang dieser Radiosender sind keine speziellen Radiogeräte nötig, es muss nur die Möglichkeit zum Anschluss einer externen Antenne gegeben sein.

    Die Verbindung des Antennenanschlusses am UKW-Receiver mit dem entsprechenden Anschluss an der Kabelanschlussdose mit einem Antennenkabel genügt, wobei die Anschüsse des Antennenkabel im Vergleich zum Fernseh-Antennenkabel vertauscht verwendet werden. Es handelt sich aber immer um den gleichen Kabeltyp wie beim Fernsehempfang.

    Digitales Radioangebot über DVB-C

    Neben dem analogen UKW-Radioangebot ist auch die digitale Übertragung von Radioprogrammen über DVB-C in hoher Qualität möglich.

    Da die Übertragung mit DVB-C auch verschlüsselt möglich ist, kann DVB-C auch für die Übertragung eines zusätzliches kostenplichtigen Radio (Pay-Radio) verwendet werden.

    Die unverschlüsselte Einspeisung aller Radioprogramme der ARD über DVB-C erfolgt, obwohl mit geringen technischen Aufwand möglich, zur Zeit nicht von allen Kabelnetzbetreibern. Zur Zeit sind keine Termine zur Einspeisung der fehlenden ARD-Sender und des sogenannten Hörfunktransponder über DVB-C von einigen Anbietern bekannt.

    Digitales Radioangebot über DAB

    Technisch ist die Verbreitung des geplanten digitalen Nachfolgers des UKW-Rundfunks, DAB, problemlos über das Kabelfernsehen möglich.

    Zur Zeit wird diese Option von keinen namhaften Anbieter des Kabelfensehens umgesetzt. Auch hier sind keine Termine zur geplanten Einspeisung bekannt.

    Digitalisierung des Kabelfernsehens

    Unter diesem Begriff ist der Prozess zur Einführung von digitalen Zusatzdiensten und die Umstellung von analogem auf digitales Kabelfensehen auch unter der Verwendung von DVB-C zu verstehen.

    Durch den Einsatz von digitalen Übertragungsverfahren lässt sich die aus technischen Gründen begrenzte Bandbreite im Kabelfernsehen besser wirtschaftlich nutzen.

    Grundverschlüsselung im digitalen Kabelfernsehen

    Bei den meisten deutschen Kabelnetzbetreibern erfolgt die Aussendung der privaten Fernsehprogramme mit einer Grundverschlüsselung. Dies bedeutet, dass man eine spezielle Smartcard des Kabelnetzbetreibers benötigt. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben diese Grundverschlüsselung untersagt.

    Analogabschaltung 2012 und Digitalisierung des Kabelfernsehens

    Das analoge Fernsehen soll bis zum Jahr 2012 komplett abgeschaltet werden. Die Umstellungszeit erfolgt frühestens ab 2008. Bislang sind aber noch von keinem großen Kabelbetreiber Pläne bekannt, der dies tatsächlich in diesem Zeitrahmen umsetzen wird. Für die Umstellung des analogen Radios gibt es noch keinen Termin (siehe Analogabschaltung.

    Der Betrieb und die Kanalbelegung beim Kabelfernsehen wird in Deutschland durch die Landesmedienanstalt des jeweiligen Bundeslandes genehmigt.

    Beim Kabelfernsehen findet die Umstellung mit DVB-C oder OpenCable statt.

    Die Umstellung soll vorerst marktgetrieben stattfinden, Zielsetzung ist jedoch auch das Jahr 2010 für die Analogabschaltung. Neben dem bisherigen Abschmelzen analoger Kanäle im Kabel könnte es auch zu einem harten Umstieg (abrupte Analogabschaltung) kommen.

    Abgrenzung des Kabelfernsehens von der Gemeinschaftsantennenanlage

    Das Kabelfernsehen kann mit einer Gemeinschaftsantennenanlage, mit der zusätzliche lokale Radio- oder Fernsehsender in diese Anlage eingespeist werden können oder bei der ein Satelitendirektempfang mittels eines SAT-Receivers in der eigenen Wohnung möglich ist, kombiniert werden oder auch mit dieser verwechselt werden.

    Die Unterscheidung kann in Deutschland durch die Definition der Netzebenen des Kabelfernsehens erfolgen.

    Kabelfernsehen und Netzebenen

    Das Kabelnetz kann organisatorisch in mehrere Netzebenen aufgeteilt werden. In Deutschland gibt es eine klare Trennung dieser Netzebenen, während dieses in anderen Ländern, wie der Schweiz, anders ist.

    In Deutschland ist man in der Regel Kunde des Anbieters auf der Netzebene 4.

    Kabelfernsehen und seine technischen Erweiterungen (Triple Play)

    Moderne Kabelnetze sind in der Regel bidirektionale Netze, mit deren Hilfe eine Rückkanalfähigkeit gegeben ist. Hierdurch lassen sich auch Mehrwertdienste und interaktive Dienste nutzen, wie zum Beispiel Breitband-Internetzugang mittels Kabelmodem über das Fernsehkabel, sofern sie vom Kabelnetzbetreiber angeboten werden. Darüber hinaus ist das Telefonieren über das Kabelnetz in Ausbaugebieten möglich. Diese Funktionen stehen aber in Deutschland noch ziemlich in ihren Anfängen.

    Die Schweizer Netze bieten diese Funktion, die österreichischen in größeren Städten. Damit kann per Kabel Fernsehen, Radio, Internet und Telefon genutzt werden, so genanntes Triple Play.

    Telefonieren über den Kabelanschluss via TCP/IP SIP

    Die Telefonanschlüsse und die verwendeten IP-Adapter für das Telefon arbeiteten mit VoIP nach dem SIP-Standard. Die Telefonadapter werden einfach an ein Internet-Kabelmodem angeschlossen.

    In der Kopfstation steht ebenfalls ein Kabelmodem, das den Datenstrom in die IP-Telefonanlage weiterleitet. Von dort aus erfolgt die Weiterleitung der Gespräche in das Festnetz und zu den anderen Telefongesellschaften.

    Die Identifikation des Teilnehmers erfolgt über die MAC-Adresse des IP-Adapters.

    Durch eine exklusive Nutzung des Übertragungsmediums Kabel sind bis zur Telefonanlage keine Paketverluste wie z. B. bei SIP-Gate üblich zu erwarten. Lediglich bei der Nutzung von Datendiensten und Fax über diese Anschlüsse kann es zu Störungen auf Grund einiger verwendeter Übertragungsverfahren kommen.

    Bei Internet über Kabelfernsehen können auch Skype und SIP-Gate direkt genutzt werden. Hier teilt sich der IP-Datenstrom des VoIP die Bandbreite des Internetanschlusses mit allen Nutzern. Deshalb muss hier mit Störungen durch Paketverluste gerechnet werden.

    Signalstärke und Qualität des Kabelfernsehens

    Die vom Kabelfernsehbetreiber zur Verfügung stehende Signalstärke und die Signalqualität sind genormt. Diese Parameter sind für den Kunden am zentralen Hausübergabepunkt (Ende Netzebene 3) oder an der Antennendose (Ende Netzebene 4) zur Verfügung zu stellen.

    Sie reicht von 60 dBµV - 80 dBµV (in absoluten Zahlen sind das etwa 1 bis 10 mV); in den meisten Häusern befindet sich nahe dem eigentlichen Anschluss im Keller ein Verstärker und ein zentraler Verteiler, die idealerweise an jeder Anschlussdose 70 dBµV (etwa 3 mV) zur Verfügung stellen sollten.

    Der Pegel (Signalstärke) ist so hoch, dass in der Regel zwei Fernsehgeräte mit einem passiven Verteiler direkt und ohne Störungen an eine Kabelantennensteckdose angeschlossen werden können.

    Durch die Übertragung von Signalen mit einer definierten Stärke (Pegel) auf einer festgelegten Frequenz im Kabel (Pilotton) können Kabelverstärker automatisch schwankende Kabeldämpfungen, die durch Temperaturschwankungen entstehen, selbst ausgleichen.

    Diese Verstärker werden in der Regel nur zur Überbrückung großer Entfernungen, nicht jedoch als sogenannte Hausanschlussverstärker eingesetzt.

    Kabelfernsehen und seine angebotenen Kanäle

    Neben dem analogen Fernsehsignal wird auch ein analoges UKW-Hörfunkangebot im Band II über das Kabel übertragen. In den bis mindestens 450 MHz ausgebauten Netzgebieten wird im so genannten Hyperband (Sonderkanäle beginnend mit S 21) auch ein digitales Angebot (siehe auch Angebot von DVB-C) in Form digitaler Senderpakete beziehungsweise Bouquets bereitgestellt. Die digitale Übertragungsart ist dabei, die alte analoge Übertragungsart abzulösen (siehe dazu Analoger „switch-off“). Zum Empfang der in den digitalen Angeboten übertragenen Fernseh- und Hörfunkprogramme wird ein Digitalreceiver benötigt – in der Regel als Set-Top-Box, bei zukünftigen Fernsehern zunehmend bereits eingebaut (siehe digitale Fernseher) –, der die im DVB-C-Standard kodierten Signale für die Wiedergabe umsetzt. Zum Empfang von Bezahlfernsehen wie Premiere, Kabel Digital Home oder KabelKiosk wird zusätzlich eine Dekoder-Karte benötigt.

    Jedoch ist das digitales terrestrische Fernsehen (DVB-T) durch seine Technik und was die Anzahl der Sender betrifft eine kostengünstige Alternative zum Kabelfernsehen in einigen Städten geworden, weshalb Kabelfernsehanbieter verstärkt dazu gezwungen sind, ihrerseits ihre Netze für den Kunden durch die Digitalisierung mit den gleichzeitigen Ausbau ihres Angebotes attraktiver zu machen.

    Aufgrund der hohen laufenden Kosten (i. d. R. um die 17 € Grundgebühr + weitere Gebühren für DVB-C), relativ schlechter Bildqualität (z.T auch bei DVB-C), Ausfällen bei schlechtem Wetter und des begrenzten Programmangebotes vor allem von ausländischen Sendern und auch den öffentlich-rechtlichen Radiosendern (siehe auch "Hörfunktransponder") wandern viele Kunden zu DVB-S und DVB-T ab).

    In Deutschland wird häufig von großen Kabelfernsehanbietern UKW-Radio, ARD, ZDF und die lokalen Fernsehsender über analoges Kabelfernsehen als kleine Grundversorgung sehr preisgünstig auf Nachfrage angeboten. Hier wird mit Hilfe von (Sperr-)Filtern, die sich in dem Verteilersystem oder in der Kabeldose befinden, die Bandbreite des Kabelanschlusses technisch begrenzt und damit die zusätzlichen Angebote ausgesperrt.

    Bandbreite des Kabelfernsehens

    Unter der Bandbreite des Kabelfernsehens versteht man die Anzahl der gleichzeitig übertragbaren Kanäle und den dabei genutzten Frequenzbereich. Dieser nutzbare Frequenzbereich wird kontinuierlich von den Betreibern erweitert und ausgebaut.

    Eine Erhöhung des nutzbaren Frequenzbereiches des Kabelfernsehnetzes ist immer von den verwendeten Kabeln, Verstärkern, Verteilern, Anschlussdosen und der Größe der Anlage abhängig.

    Da beim digitalen Kabelfernsehen zur Zeit mehr Fernsehsender als beim analogen Kabelfernsehen in dem gleichen Frequenzbereich übertragen werden können, werden neben der Erweiterung des nutzbaren Frequenzbereiches neue Fernsehkanäle vorzugsweise digital übertragen.

    Das Kabelfernsehen bietet Platz für mehr Kanäle als bei terrestrischer Ausstrahlung, aber viel weniger als über Satellit.

    Ausbaustufen und Bandbreite des Kabelfernsehens

    Unter der Ausbaustufe wird häufig die nutzbare Bandbreite (Frequenzbereich) beim Kabelfernsehens verstanden.

    In der Geschichte des Kabelfernsehens wurde die Anzahl der gleichzeitig übertragbaren Kanäle und der dabei genutzte Frequenzbereich mehrfach von den Betreibern erweitert.

    Ursprünglich war eine maximale Übertragungsfrequenz für das Kabelnetz von 300 MHz und 450 MHz geplant. Später auf 600 MHz und 750 MHz und in neuester Zeit auf 860 MHz erweitert.

    Durch den Einsatz von Rückkanälen für Internet und Telefonie über Kabelfernsehen sinkt jedoch für den Kunden die nutzbare Bandbreite für das Fernsehangebot.

    Es ist jedoch auch technisch möglich unerwünschte Fernsehkanäle oder Dienste aus dem Kabelnetz mittels Sperrfilter zu unterdrücken und in den vorhandenen Lücken weitere Radiosender und Fernsehkanäle (z. B. zur Videoüberwachung) dem Kabelfernsehen hinzuzufügen.

    Technische Schwierigkeiten

    Da die Frequenzen im Kabelnetz anders belegt sind als in der Funkübertragung und darüber hinaus auch Frequenzbereiche im Kabelnetz freigegeben sind, die außerhalb von anderen Diensten als Radio und Fernsehen genutzt werden, kann neben terrestrischem Fernsehen und Radio auch Flugfunk und Amateurfunk gestört werden, falls die Antennenkabel und Steckverbindungen nicht korrekt oder nicht ausreichend abgeschirmt sind oder bewusst manipuliert wurden.

    So kommt es gerade in älteren Wohngebieten häufiger vor, dass alte, unzureichend geschirmte Antennenleitungen weiterverwendet wurden und somit zum Beispiel im Autoradio Radiosender aus dem Kabelnetz empfangen werden können und andere Funkdienste gestört werden.

    Bereits in der Anfangsphase musste die Deutsche Bundespost die Aussendungen auf einige Kanälen wieder einstellen, damit die Europäische Luftüberwachung auch in Deutschland funktioniert.

    Besonders bei Internet über Kabelfernsehen haben die oben beschriebenen Effekte noch größere Auswirkungen, da durch die Emission von hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung (Aussendungen) im Kurzwellenbereich Störungen verursacht werden. Gestört wird dann u. a. der Kurzwellenrundfunk, der Seefunkdienst, Wetterfunk, Flugfunk, militärische Funkdienste, Botschaftsfunk, Amateurfunkdienst/ Notfunk und Presseagenturen. Gegenüber den bisher bekannten Störungen im UHF-/VHF-Bereich, die einige 100 m weit reichen konnten, können diese ungewünschten Aussendungen zu Störungen im KW-Bereich in -zig Kilometern Entfernung führen.

    Deshalb sollten unbedingt doppelt abgeschirmte Coaxleitungen mit einem Schirmmaß von größer 90dB zur Verkabelung verwendet werden, die jedoch auch sachgemäß montiert werden müssen.

    Durch mangelnde Schirmung, durch unzureichende Entzerrung des Pegels im genutzten Frequenzband oder auch durch zu hohe Verstärkung kann der Kabelfernsehempfang massiv gestört werden.

    Typisch sind folgende Störungen:

    • Schnee oder Griesel durch zu geringen Signalpegel;
    • Schatten und sonstige Störungen des Empfangs durch mangelnde Abschirmung oder durch Reflexionen im Kabelnetz;
    • Im Extremfall ist sogar der unerwünschte Empfang anderer Funkdienste durch mangelnde Abschirmung möglich.
    • Beim digitalen Kabelfernsehen kann es zur sogenannten Klötzchenbildung, zum Einfrieren des Bildes oder zu sporadischen Aussetzern bei zu geringen Signalpegeln kommen.

    Als Kunde kann man schon durch die Verwendung von hochwertigen, mehrfach geschirmten Kabeln und Verteilern vielen diesen Störungen im eigenen Bereich wirksam selbst entgegenwirken.

    Da nun auch für DVB-C die Sonderkanäle S2 und S3 benutzt werden, ist zum Empfang häufig eine neue "breitbandige" Antennendose erforderlich, die in der Regel der Betreiber bei Bedarf beim Kunden vor Ort ersetzt.

    Kabelfernsehen in Deutschland

    Kabelfernsehen wird von verschiedenen Netzbetreibern gegen Gebühren bereitgestellt. Heute nutzen etwa 49 % der Deutschen Kabelfernsehen, 46 Prozent nutzen die Parabolantenne oder Offset-Antenne und 5 % empfangen über die Dachantenne oder verzichten auf das Fernsehen.

    In Deutschland gibt es zur Zeit folgende große Anbieter: Unitymedia (Hessen und Nordrhein-Westfalen), Kabel BW (Baden-Württemberg), Kabel Deutschland (übrige 13 Bundesländer, bei weitem größter Anbieter), Tele Columbus und Primacom.

    Die Landesmedienanstalten überwachen die Kabelnetzbetreiber und legen die Programme fest, die in das Kabelnetz eingespeist werden müssen. In der Regel müssen alle lokalen (deutschen) Sender, die ohne besonderen Aufwand vor Ort frei empfangbar sind in das Kabelnetz analog eingespeist werden.

    Das digitale Angebot der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (ARD und ZDF) muss via DVB-C in das Kabelnetz eingespeist werden. Die Einspeisung aller Fernseh- und Radioprogramme der ARD über DVB-C erfolgt, obwohl mit geringen technischen Aufwand möglich, zur Zeit nicht von allen Kabelnetzbetreibern. Zur Zeit sind keine Termine zur Einspeisung der fehlenden ARD-Sender und des sogenannten Hörfunktransponder über DVB-C von einigen Anbietern bekannt.

    Häufig wird auch heute noch eine sehr preiswerte reine analoge Grundversorgung für die lokalen Radio- und Fernsehsender auf Nachfrage angeboten.

    Kabel Deutschland bietet heute für Neukunden kein analoges Kabelfernsehen mehr an (siehe DVB-C). Trotzdem sind bei Kabel Deutschland analoges und digitales Kabelfernsehen für alle Kunden noch verfügbar, wenn auch für diese Neukunden vertraglich kein Anspruch mehr auf ein analoges Kabelfernsehen besteht.

    Geschichte

    In der Bundesrepublik Deutschland kam es erst Anfang der 1960er-Jahre zur Einführung einer Form von Kabelfernsehen: Gemeinschafts- und Großantennenanlagen zur Versorgung von Mietshäusern lieferten per Kabel Fernsehen in die einzelnen Wohnungen. Dieses war allerdings noch allenfalls eine Vorstufe zum Kabelfernsehen, wie wir es heute verstehen.

    Erst 1972 begann die Deutsche Bundespost mit dem Bau von Kabel-Versuchsnetzen in abgeschatteten Gebieten der Städte Hamburg und Nürnberg mit einer Kapazität von je zwölf Fernseh- und Hörfunkprogrammen. Ende 1974 wurden diese Kabelnetze in Betrieb genommen.

    In der DDR gründeten örtliche Antennengemeinschaften Ende der 1970er-Jahre die ersten Kabelfernsehnetze. Diese Netze verbreiteten neben dem staatlichen Fernsehen der DDR auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen der Bundesrepublik Deutschland, ab Mitte der 1980er-Jahre auch kommerzielle Privatsender (zunächst Sat.1 und RTL plus) und sogar unverschlüsselt den schweizerischen Bezahlfernsehsender Teleclub.

    Kabelfernsehen wurde in Westdeutschland erstmals am 1. Januar 1984 im Rahmen des Kabelpilotprojekts Ludwigshafen ausgestrahlt. Die Geburtsstunde des Kabelfernsehens war auch gleichzeitig die Geburtsstunde des kommerziellen Privatfernsehens.

    Dadurch entwickelte sich auch der Sender SAT.1.

    Hier gibt es offenbar widersprüchliche Informationen. Aus Recherchen über Kabel Deutschland ging folgendes hervor:
    Anlässlich der Eurobau soll 1978 in Altenholz (bei Kiel) die erste Kopfstelle in Betrieb gegangen sein. Die erste Satellitenempfangsanlage (SEE) soll 1983 auf dem Kieler Fernsehturm aufgebaut worden und in Betrieb gegangen sein.
    (Kabel Deutschland erhielt bei Abkauf der Kabelnetze in Schleswig-Holstein alle Unterlagen zum Kabelfernsehen. Die heutige Telekom AG hat bestätigt, dass Akten und Vermerke zur Errichtung der Kabelnetze komplett an Kabel Deutschland übergeben wurden. Eine historische Dokumentation wird von der Telekom AG nicht geführt. Diese bedauerliche Entwicklung zeigt, dass eine Dokumentation der Ereignisse hier um so wichtiger ist.) Durch die Umrüstung auf zentraler Verteilung durch Glasfaserkabel wurden mittlerweile die alten Standorte der örtlichen Empfangsstellen aufgegeben und zurückgebaut.

    Die Netze waren damals in der Hand der staatlichen Deutschen Bundespost und gingen später im Rahmen der Aufsplittung und Privatisierung an die Deutsche Telekom, die sie aus kartellrechtlichen Gründen verkaufen musste. Anfang 2004 stand Kabel Deutschland vor der Übernahme anderer großer Mitbewerber, was erneut zu einer Monopolstellung geführt hätte; das Bundeskartellamt hat die Übernahme daher fürs Erste untersagt. Anfang 2005 strebten in einem neuen Anlauf zwei regionale Anbieter - Ish (Nordrhein-Westfalen) und IESY (Hessen) - einen Zusammenschluss an. Dieser Zusammenschluss ist im Mai 2007 unter dem gemeinsamen Namen Unitymedia erfolgt. Der neue Name steht für die Vereinigung von Fernsehen, Internet und Telefon aus einer Hand. Durch Zukauf von Tele Columbus West wurden noch mehr Kunden integriert.

    Bis Mitte/Ende der 1990er Jahre gab es jedoch keinen flächendeckenden Fernsehempfang in Deutschland.

    Mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 hielt der neue HDTV-Standard auch im Kabelnetz Einzug, jedoch nur im Bezahlfernsehen.

    Zusammenarbeit von Wohnungsverwaltungen und Kabelnetzbetreibern

    In der Bundesrepublik Deutschland kam es mit der Einführung des Kabelfernsehen häufig zwischen Kabelnetzbetreibern und Wohnungsverwaltungen sowie gewerblichen Vermietern zu langfristigen Verträgen mit zur Versorgung von Mietshäusern. Diese Verträge sicherten erstmalig einen hochwertigen Rundfunk- und Fernsehempfang für viele Mieter und sorgten gleichzeitig dafür, dass in vielen Wohnungen ein Kabelanschluss verfügbar ist. In einigen Städten gründeten Wohnungsverwaltungen eigene Kabelnetzbetreiber, um die eigenen Wohneinheiten auf der Netzebene 4 zu versorgen.

    Allerdings wird dadurch vielen Mietern ein Kabelanschluss über die Nebenkosten aufgezwungen, obwohl dies laut EU-Verfassung nicht zulässig ist (vgl. Wettbewerb bei Telefon- oder Energieanbietern), weil z. B. DVB-S genutzt wird, um z. B. die Radiosender der ARD zu empfangen oder weil der Kabelanschluss eine schlechte Bildqualität liefert.

     

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